| Greetsiel - Ostfriesland - die Umgebung / Lütetsburg, Norden, Marienhafe, Dornum |  | Krummhörn, Emden | |
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Ca. 18 km von Greetsiel entfernt liegt das Schloß Lütetsburg. Als im 14. Jh. schwere Sturmfluten den Stammsitz der Häuptlinge Manninga zerstörten, wurde der Häuptlingssitz nach Lütetsburg verlegt und die Burg wurde ausgebaut. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Schloß durch kriegerische Auseinandersetzungen, durch Brände oder Bomben schwer beschädigt. Der heutige Bau entstand in den Jahren von 1957 - 62 und steht auf den Grundmauern des 16. Jahrhunderts. Bis 1588 war Lütetsburg Stammsitz der Manninga und ging danach durch Heirat an die Grafen zu Inn- und Knyphausen über. | |
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| Leider kann das Schloß nicht besichtigt werden. Aber ein Besuch des Schloßparkes lohnt sich alle Male. Schon seit dem 16. Jh. war das Schloß von Renaissance-Gärten umgeben, die in der zweiten Hälfte des 18. Jh. nach den Ideen des herzoglich-oldenburgischen Hofgärtners Carl Ferdinand Bosse in einen romanischen Landschaftsgarten umgestaltet wurden.
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Auf dem Weg nach Lütetsburg kommt man durch die kleine, einstiege Hafenstadt, Norden. In Ostfrieslands ältester Stadt steht die größte Kirche in Ostfriesland, die Ludgerikirche (luth.). Sie bekam ihren Namen nach dem Apostel der Friesen und Schutzheiligen des Norderlandes Liudger. Im Jahre 1318 wurde dem romantischen Langhaus ein gotisches Querschiff angefügt. Der gotische Chorraum entstand 1445 - 1481. Im Inneren der Kirche befinden sich acht frühgotische Sandsteinstatuen aus der zerstörten Andreaskirche, die früher direkt neben der Ludgerikirche stand. Bemerkenswert sind außerdem das spätgotische Sakramenthaus sowie die Barok-Kanzel von 1712 und das Epitaph des Häuptlings Unico Manninga von Lütesburg. In der Norder Ludgerikirche ist die größte Orgel Ostfrieslands zu sehen. Der Orgelbauer Arp Schnitger (1648 - 1719) hat sie in den Jahren 1686 bis 1692 geschaffen. Von 1981 bis 1985 wurde die Orgel restauriert. | |
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| Der Glockenturm neben der Ludgerikirche wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts war die Stadtwaage darin untergebracht. Im Erdgeschoß befindet sich seit dem Ende des 1. Weltkrieges eine Ehrenhalle für die Gefallenen. Das Glockenspiel ist täglich um 9.00 Uhr, 12.00 Uhr, 15.00 Uhr und um 18.00 Uhr zu hören.
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| Marienhafe: 1829 mußte die Kirche von Marienhafe wegen Baufälligkeit erheblich verkleinert werden. Die Kirche war 1230 als dreischiffige Kreuzkirche erbaut worden. Mit 72 m Länge war sie das größte Gotteshaus im nordwestdeutschem Raum. Nach den Sturmfluten von 1373 und 1377 war Marienhafe für einige Jahrzehnte Hafenort und die Schiffe konnten fast bis an die Marienkirche heranfahren. In dieser Zeit diente der Kirchturm als Behausung für die von den damaligen Häuptlingen aufgenommenen Piraten, die sich Vitalienbrüder, auch Liekedeeler, nannten. Der bekannteste von ihnen ist der legendäre Klaus Störtebeker, der der Sage nach von 1396 bis 1400 hier die Wintermonate verbrachte. Der damals sechsgeschossige und einschließlich der Spitze 72 m hohe Turm hat seinen Namen von dem berühmten Seeräuber. 1996 im Juni wurden hier die Störtebeker Freilichtspiele aufgeführt. Im Jahr 2002 findet die dritte Auflage dieser Spiele statt. 20 Vorstellungen sind für die Zeit vom 14. Juni bis zum 6.Juli geplant.
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Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an: Freilichtspiele Marienhafe z.H. Samtgemeinde Brookmerland
Am Markt 10 26529 Marienhafe
Tel.: 04934-811 Außer dem Besuch der Freilichtspiele bietet es sich an, das Kirchenmuseum im Störtebekerturm zu besichtigen.
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Einst befand sich in Dornum der Häuptlingssitz der Attena. Um 1400 gab es drei befestigte Plätze in Dornum, die Westerburg, die Norderburg und die Osterburg, auch Benningaburg genannt. An der Stelle der Norderburg, auch Attenaburg, wurde 1698 von Haro von Closter das Dornumer Schloß gebaut. Heute befindet sich in dem renovierten Schloß die Kreisrealschule. In der Osterburg befindet sich heute ein Hotel-Restaurant. Die Westerburg wurde leider 1514 völlig zerstört. In Dornum befindet sich auch die letzte ostfriesische Bockwindmühle (siehe Mühlen).
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Am 30.07./ 31.07.2005 finden in Dornum ein Mittelalterlicher Handwerkermarkt und Ritterspiele statt.
Informationen dazu:
Tourismus GmbH Gemeinde Dornum Tel.: 04933 - 91110
E-Mail: kv-dornum@t-online.de
weitere Informationen
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